IDS - Informationsverbund Deutschschweiz

Kapitel 5.5. Dokumente zu Rechtsmaterialien

siehe auch: RSWK, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage auf dem Stand der 7. Ergänzungslieferung Mai 2010 (pdf)

Rechtsnormen sind Gesetze, Verordnungen, Erlasse u.ä., die von rechtsetzenden Institutionen erlassen werden. Rechtsetzende Institutionen sind Gebietskörperschaften und deren Organe, internationale Zusammenschlüsse von Gebietskörperschaften und in bestimmten Fällen auch die Kirchen.
Rechtsnormen werden als Schlagwort von Textausgaben einzelner Rechtsnormen sowie Kommentaren und Abhandlungen verwendet.

Beispiele:

651 _7 $a Schweiz
$t Strafgesetzbuch
$2 swd
610 _7 $a Europäische Gemeinschaften
$t Fernsehrichtlinie
$2 swd

Deutschsprachige Rechtsnormen sind als mehrgliedriges Schlagwort mit der Gebietskörperschaft, d.h. dem geographischen Schlagwort als erstem Glied und mit dem amtlichen Kurzsachtitel oder, falls dieser nicht vorhanden ist, mit einem gebräuchlichen Zitiertitel als zweitem Glied angesetzt. Das geographische Adjektiv des Titels entfällt dabei.

Verträge (§ 716) zwischen Staaten sind mit ihrem Namen angesetzt, vorzugsweise mit der deutschen Bezeichnung. Ist ein spezifischer Titel nicht nachweisbar, wird das geographische Schlagwort bzw. der Körperschaftsname mit einem passenden Sachschlagwort kombiniert.

Beispiele:

630 _7 $a Genfer Konventionen (1949)
$2 swd
630 _7 $a Convention on cybercrime
$2 swd
651 _7 $a Frankreich
$2 swd
651 _7 $a Grossbritannien
$2 swd
650 _7 $a Doppelbesteuerungsabkommen
$2 swd

Verfassungen (§ 717) sind Rechtsnormen, die die rechtliche Grundordnung eines Staates bzw. Gliedstaates konstituieren. Verfassungen sind als mehrgliedriges Schlagwort mit dem Staat als erstem Glied und "Verfassung" mit dem Jahr der Entstehung in runden Klammern angesetzt.

Beispiele:

651 _7 $a Schweiz
$t Verfassung (1999)
$2 swd
651 _7 $a Genf (Kanton)
$t Verfassung (1847)
$2 swd